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    <title>Lustreisen (Rubrik:VERMISCHTES d: Sexblog-Debatte)</title>
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    <dc:publisher>phantast</dc:publisher>
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    <dc:date>2005-04-23T14:39:37Z</dc:date>
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    <title>Lustreisen</title>
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  <item rdf:about="http://sexphantast.twoday.net/stories/620772/">
    <title>ICH - SEXBLOGGER UND IDIOT</title> 
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    <description>Endlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich wieder eine Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich wieder eine Diskussion &amp;uuml;ber Sexblogs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich Idiot sitze hier und schreibe etwas dar&amp;uuml;ber. Dabei habe ich mir nach dem letzten diesbez&amp;uuml;glichen Diskurs fortw&amp;auml;hrendes Reaktionsverbot auferlegt. Infolge von M&amp;uuml;digkeit. Und Bedacht darauf nehmend, dass meine Versuche, mich zu erkl&amp;auml;ren, zwar durchgekaut, aber niemals geschluckt werden. Als das, was sie sind: Beruhigungsma&amp;szlig;nahmen.&lt;br /&gt;
Seit meinen ersten Bem&amp;uuml;hungen, den Wind aus den Sex-Segeln zu nehmen, ist viel Zeit vergangen. Aber die seinerzeitige Diskussion scheint die Blogger-Gemeinde erst so richtig auf den Geschmack gebracht zu haben. Und so stie&amp;szlig; ich an allen m&amp;ouml;glichen Ecken wieder und wieder auf gedankliche Experimente zum Thema &quot;Sexblogs - wollen wir so etwas wirklich?&quot;. Der Tenor der Kommentierenden war (grob bilanzierend und selbstredend auf unterschiedlichem sprachlichen Niveau) immer der gleiche: &quot;Nein, pfui gack.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist freilich nachvollziehbar. Denn wer bekennt sich schon mit einem lauten &quot;Ja&quot; zum Schmuddel-Konsum (und nichts anderes scheint ein Sexblog zu sein). Mich erinnert das immer an die st&amp;auml;rksten Zeiten des J&amp;ouml;rg Haider, der 27 Prozent der Stimmen hatte, obwohl ihn nie einer gew&amp;auml;hlt hat. Was wiederum best&amp;auml;tigt: Die Wahrheit wird nicht gesagt, sondern nur gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von mir gesch&amp;auml;tzte &lt;a href=&quot;http://aber.twoday.net/&quot;&gt;der&lt;/a&gt; bekennt: &quot;Ich bin selber schuld, wenn ich&apos;s lese.&quot; Ich staune. Sexblog und Schuld in einem Kontext, was induziert denn dieses Bild? Nein, nein, guter Mann, mehr Abstand bitte. Denn nur wer sich &amp;ouml;ffentlich von Sexblogs distanziert, l&amp;auml;uft auch nie Gefahr, mit dem Produzenten (also mir) gemeinsam in die Vorurteils-Kiste verr&amp;auml;umt zu werden. Denn es ist nun einmal so: Jemand, der sich daran macht, seine Weblog-T&amp;auml;tigkeit schwerpunktm&amp;auml;&amp;szlig;ig dem Sex zu widmen, der ist . . .&lt;br /&gt;
. . . (in meinem Fall) ein Mann, der klein und dick ist. Der h&amp;auml;sslich ist. Der voller Komplexe steckt. Der ein gest&amp;ouml;rtes Verh&amp;auml;ltnis zu Frauen und Sexualit&amp;auml;t hat. Der noch bei seiner Mutter wohnt. Der mindestens drei Mal am Tag onaniert. Der einen winzigen Schwanz hat. Der via Net seine Ersatz-Befriedigung f&amp;uuml;r fehlenden Geschlechtsverkehr sucht und findet. Der viele Stunden am Tag Porno-Seiten konsumiert. Der sich in der Anonymit&amp;auml;t an den eigenen Provokationen, die einer Traumwelt entspringen, erg&amp;ouml;tzt. Der einfach all das (ficken, ficken, ficken) tun kann, was ihm die gemeine Welt da drau&amp;szlig;en verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit, so egal. Damit muss eben gerechnet werden. Und der Verweis darauf, dass die Nasenr&amp;uuml;mpfer den Kram halt schlicht und ergreifend nicht lesen sollten, ist zwar in h&amp;ouml;chsten Ma&amp;szlig;e strapaziert, aber vielleicht gerade deswegen so hinf&amp;auml;llig. Denn mittlerweile gilt nicht nur: Sex sells. Sondern auch Sex-Diskussion sells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf einer solchen Diskussion sind die Ingredienzien naturgem&amp;auml;&amp;szlig; immer die gleichen:&lt;br /&gt;
1.) Betonung der Ablehnung.&lt;br /&gt;
2.) Gegenseitiges Best&amp;auml;tigen der Betonung der Ablehnung.&lt;br /&gt;
3.) Noch bessere Wortwahl bei der Betonung der Ablehnung.&lt;br /&gt;
4.) Noch bessere Wortwahl beim gegenseitigen Best&amp;auml;tigen der Betonung der Ablehnung.&lt;br /&gt;
5.) Immer allgemein bleiben, nie konkrete Seiten erw&amp;auml;hnen (Achtung Denunzierung-Gefahr, eine Frage der Ehre).&lt;br /&gt;
6.) Immerw&amp;auml;hrendes Hinweisen auf niedriges Niveau (hebt automatisch das eigene).&lt;br /&gt;
7.) Geschickte Verkn&amp;uuml;pfung von Sexblogs mit Bezeichnungen wie &quot;Ekel&quot; oder &quot;billig&quot; (gibt als demagogisch wertvoller Wegweiser der Rolle einer Instanz mehr Gewicht).&lt;br /&gt;
8.) Hobbypsychologische Erkl&amp;auml;rungs-Modelle f&amp;uuml;r Sexblogneurosen konstruieren (weist auf hohen B&amp;uuml;cherkonsum, gar ein Studium, auf jeden Fall auf intellektuelle Kraft hin).&lt;br /&gt;
9.) Exakte Ausarbeitung der selbstberuhigenden Definition: Wer hin und wieder &amp;uuml;ber Sex schreibt, hat im Leben viel zu sagen. Wer nahezu ausschlie&amp;szlig;lich &amp;uuml;ber Sex schreibt, hat nichts Anderes im Kopf.&lt;br /&gt;
10.) Den ganzen Senf wieder und wieder und wieder dazugeben (Quotengarantie als angenehmer Nebeneffekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll sein. Immerhin ist ja auch die Diskussion des Weblogs Sinn. Soll sich die Judikatur eben hin und wieder auf ein schulterklopfendes Rendezvous zur&amp;uuml;ckziehen. Nur, eine Frage sei noch erlaubt: Um welche Sexblogs handelt es sich eigentlich? Wer den Diskussionen seine Lesezeit schenkt, muss den Eindruck gewinnen, twoday sei von einem sexuellen Virus befallen, gegen den es bei allen Bem&amp;uuml;hungen kein Rezept gibt. Ich habe gesucht. Unter rund 1000 (einigerma&amp;szlig;en regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig gef&amp;uuml;hrten) Blogs habe ich wieviele (tats&amp;auml;chlich als solche ausgewiesene) Sexblogs gefunden? Waren&apos;s drei? Oder vier? F&amp;uuml;nf? Oder, bitte, bitte nicht, sechs? Und die sollen es zu Wege bringen, einer grandiosen Gesellschaft ihre Selbstzufriedenheit zu rauben? F&amp;uuml;nf Promille Dreck sollen Launen und L&amp;uuml;ste verderben? Wohl kaum. Aber der Dreck bietet sich vielleicht in Ermangelung anderer Themen zur k&amp;uuml;nstlichen Erregung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke dabei gerne an die alten Herrschaften, die stundenlang am Fensterbankerl lehnen und in die Gegend starren. Immer in der Hoffnung, ausgerechnet die Bank gegen&amp;uuml;ber k&amp;ouml;nnte vor ihren Augen zum Ort eines einzigartigen &amp;Uuml;berfalls werden. Aber weil das nicht passiert, tut&apos;s eben auch der Hund, der zum wiederholten Mal auf den Gehsteig schei&amp;szlig;t. Ja, man wird sich doch wohl &amp;uuml;ber so etwas noch emp&amp;ouml;ren d&amp;uuml;rfen, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei&apos;s drum. Ich f&amp;uuml;hre ein Sexblog. Und ich lege keinen gro&amp;szlig;en Wert darauf, mir das Image eines Sexprotzes, der st&amp;auml;ndig irgendwelche dauergeilen Weiber flachlegt, zu erarbeiten. Wer das so interpretiert, dem kann und will ich nichts mehr entgegnen. Statt dessen bem&amp;uuml;he ich mich (und dabei scheitere ich vielleicht auch), ein Thema, das uns stets begleitet, in m&amp;ouml;glichst vielen Facetten zu pr&amp;auml;sentieren. So unterhaltend wie mir m&amp;ouml;glich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei tue ich &lt;a href=&quot;http://sexphantast.twoday.net/topics/APROPOS+GEIL+c%3A+Fickmich%21+Sag%27+es%21/&quot;&gt;meine Meinung&lt;/a&gt; kund, erz&amp;auml;hle ich &lt;a href=&quot;http://sexphantast.twoday.net/topics/SEX%2C+EPISODE+2+Gierige+Cyberfrau/&quot;&gt;Geschichten&lt;/a&gt;, werfe ich &lt;a href=&quot;http://sexphantast.twoday.net/topics/APROPOS+GEIL+m%3A+Puff-Frage/&quot;&gt;Fragen&lt;/a&gt; auf, sammle ich &lt;a href=&quot;http://sexphantast.twoday.net/topics/APROPOS+GEIL+h%3A+Land+der+Sexmuffel/&quot;&gt;Neuigkeiten&lt;/a&gt; ein, liefere ich &lt;a href=&quot;http://sexphantast.twoday.net/topics/DA+SCHAU%27+HER%3A+Erotische+Fotos+I/&quot;&gt;Erotik f&amp;uuml;r&apos;s Auge&lt;/a&gt; und lasse mich zwanglos von Spontaneit&amp;auml;t treiben. Immer irgendwo zwischen Realit&amp;auml;t und Phantasie. Und wenn ich keine Lust auf sexuelle Inhalte habe, spaziere ich durch die weite Blogwelt und beteilige mich an Diskussionen &amp;uuml;ber Politik, Soziales oder Allt&amp;auml;gliches. Und das macht echt Spa&amp;szlig;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher zu guter letzt ein ehrliches Gest&amp;auml;ndnis: Ich w&amp;uuml;rde mir mehr Sexblogs w&amp;uuml;nschen. Das war&apos;s. Jetzt muss ich onanieren gehen.</description>
    <dc:creator>phantast</dc:creator>
    <dc:subject>VERMISCHTES d: Sexblog-Debatte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 phantast</dc:rights>
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